Fußballwetten in Österreich

Nach mittlerweile über 100 Jahren friedlicher Koexistenz und rund 70 Jahren einer an Symbiose grenzenden Beziehung (Stichworte „Fußballtoto“,  als das historisch erste Fußball-Wettangebot, und „Sportförderung“, die aus den so lukrierten Mitteln finanziert wird) sind die Themen Fußball und Sportwette fest miteinander verbunden. Dabei ist das Wetten auf den Fußballsport mittlerweile längst nicht mehr auf staatliche Angebote und eine einzige Wettform beschränkt: gewettet werden kann wo und worauf es beliebt:

Interwetten & Bwin als die österreichischen Online Wettpioniere

Das „Wo“ bezieht sich zum einen auf den Kanal und zum anderen auf den Anbieter. Zu ersterem lässt sich sagen, dass mit zunehmender Verbreitung des Internets nicht mehr bevorzugt stationär in Wettshops oder über das Telefon, sondern hauptsächlich online gewettet wird. Unter den zahlreichen Buchmachern aber, die im World Wide Web anzutreffen sind, sind in Österreich insbesondere Interwetten und Bwin zu nennen: sie zählen nicht nur zu den Pionieren der online Wettbranche sondern haben ihre Wurzeln in der Alpenrepublik, in der sie auch zu festen Größen zählen.

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Bild oben: Interwetten tritt als Sponsor im internationalen Fußball in Erscheinung, wie hier beim spanischen Spitzenklub FC Sevilla

Der von Unternehmensgründer Wolfgang Fabian nach wie vor geführte Wettanbieter Interwetten wird 1990 als Telefonwetten Service ins Leben gerufen. Sieben Jahre später erfolgt dann der Sprung in das Internet, das heute den ausschließlichen Vertriebskanal des Bookies stellt. In dasselbe Jahr, 1997, fällt auch die Gründung des Buchmachers Bwin, der im österreichischen Feldkirch seinen ersten Firmensitz hat. Das erste Wettangebot wird unter dem Markennamen und der gleichnamigen Domain BETandWIN gelauncht.

Bwin geht an die Börse, Interwetten bleibt in privater Hand

Für beide Unternehmen geht es ab diesem Zeitpunkt steil bergauf, wenngleich die Wege sehr unterschiedlich verlaufen: während Bwin, damals noch als BETandWin.com Interactive Entertainment AG, unter Norbert Teufelberger und Manfred Bodner, den Schlüsselpersonen in den ersten Jahren des Unternehmens, am 27. März 2000 an die Wiener Börse geht, ist Interwetten nach wie vor in privater Hand.

Weitere Meilensteine in der Unternehmensgeschichte von Bwin ist die Übernahme des gibraltarischen Buchmachers Simon Bold Ende Juni 2001, die damit verbundenen Expansion in neue Geschäftsfelder (u.a. Telefonwette und Online Gaming)  und die darauf folgende Übersiedelung des operativen Geschäfts auf die Mittelmeerinsel. Die Umfirmierung in Bwin erfolgt 2002, nachdem der ursprüngliche Markenname dem über die Sportwette hinaus gewachsenem Angebotsportfolio nicht mehr gerecht wird.

Den bis dato größten Schritt aber markiert die Fusion mit dem britischen Konzern PartyGaming Plc. Die damit neu entstandene bwin.party Gruppe ist der heute weltweit größte börsennotierte Glücksspielkonzern. Mit dem Wechsel an die Londoner Börse wird schließlich auf institutioneller Ebene die letzte Verbindung mit Österreich getrennt, auch inhaltlich trägt der Wettanbieter mittlerweile verstärkt internationale Züge. Einzelne Wettaktionen und Angebote sind aber nach wie vor speziell auf Kunden aus der DACH-Region zugeschnitten.

Was die Größe und die Reichweite anbelangt bleibt der Wettanbieter  Interwetten, der sich bisher jeglicher internationalen Hochzeit verwehrt hat, zwar hinter Bwin zurück, dafür zeigt sich beim Bookie eine starke Verbundenheit mit der Heimat. Für Wettkunden aus Österreich bedeutet dies, dass sie sich eine spezielle Ausrichtung, sowohl im Wettangebot als auch in den Wettaktionen, auf ihre Interessen erwarten können. Ein Beispiel dafür ist das Bemühen des Bookies, kurz vor Annahmeschluss die Wettquoten für aus deutsch-österreichischer Sicht wichtige Fußballereignisse bzw. einzelne Tipps auf Höchstniveau aufzuwerten.

*Verwendete Resourcen für die Unternehmensgeschichten von Bwin und Interwetten:

Bwin Fakten & Infos auf sportwettentest.net

Interwetten Presseportal & Unternehmensgeschichte auf interwetten.org

Langzeit-, Pre-Match- & Livewetten – Spezialwetten vs. Wettklassiker

Das „Worauf“ umfasst eine Fülle an Wettangebot. In der Ausgestaltung ihrer Wettbücher  bedienen sich die Bookies nämlich nicht nur allem, was national und international, im Vereins- und Länderfußball an Bewerben und Ligen geboten wird, sondern auch dem Umfeld und den Akteuren des Sports. Gewettet werden kann also nicht nur auf einzelne Spiele – im Vorfeld als Pre-Match-Wette, oder auch im Zuge der Veranstaltung, als Livewette – und auf Ante Post Märkte (= Langzeitwetten auf bspw. den Gewinner eines Wettbewerbs) sondern auch auf Transfers, Ehrungen und ähnliches.

Dabei lassen sich jeweils „saisonale“ Trends ausmachen: so haben Langzeitwetten besonders zum Saisonbeginn der Ligen oder auch bei Großveranstaltungen, wie der Fußball Weltmeisterschaft, Hochkonjunktur. Generell und unterm Jahr aber dominieren die „Alltagswetten“, insbesondere die 1×2-Wette, das Wettgeschehen. Dieser „Wettklassiker“, der auch die Grundlage des Fußballtotos bildet, fragt nach der zu erwartenden Tendenz im Spielergebnis nach 90 MInuten: Sieg Heimmannschaft, Unentschieden oder Sieg Gast.

Ergänzt wird der Klassiker unter den Dreiwegwetten in der Regel um bis zu 100 weitere Pre-Match Wettmärkte, die beispielsweise  Tore, Torschützen, exakte Ergebnisse, Ereignisse in Zeitabschnitten, Karten und ähnliches ins Auge fassen.

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